Ausstellung

8. – 21. März

Wir freuen uns, eine gemeinsame Präsentation von Student*innen der Akademie der Bildenden Künste, der Akademie der Darstellenden Künste und der Musikakademie der Universität Sarajevo zum Thema „Zukunft der Region“ für das Balkantage-Festival im März 2021 anzukündigen.

Mit ihrer Präsentation werden diese jungen talentierten Künstler*innen versuchen, einige der aktuellen Probleme, mit denen sie derzeit konfrontiert sind und die sie auf unterschiedliche Weise erleben, zu thematisieren. Ihr künstlerischer, bühnenbildnerischer und musikalischer Ausdruck wird der breiten Öffentlichkeit mit Hilfe verschiedener Medien ein genaueres Bild davon vermitteln, wie die junge Generation auf das Leben in der heutigen Zeit reagiert und welche Antworten es bietet.


Adna Muslija

In diesem Zusammenhang beinhaltet die konzeptuelle Arbeit von Adna Muslija die Idee, den Balkanboden „abzubilden“, indem ein ausgewählter Papiertyp mit einer Zeichnung collagiert wird – ein metaphorischer Träger des „Blutstroms“ des Balkans in rot und blau. Die filigrane Struktur des Papiers, das Prinzip des Zusammenfügens zerbrochener Löcher und die semantische Lesart symbolischer Inhalte offenbaren einen neuen Druck der Seiten der Zukunft des Balkans.

Der Künstler vermittelt deutlich die Botschaft, dass die Zukunft in dem liegt, was uns bindet.


Ana Milijević / Kemil Bekteši

Das aktuelle Problem der Covid19-Pandemie wird von Ana Milijević und Kemil Bekteši untersucht, die ihre Arbeiten in Form von Gesichtsmasken präsentieren. Eingesperrt in ihren Häusern finden sie einen Weg, der unsere Identitäten (Vergangenheit) und unsere Gegenwart in Form von Gesichtsmasken visuell synthetisiert, die in Form von für Bosnien und Herzegowina und den Balkan charakteristischen Handarbeiten (Weben, Sticken, Spitzen …) hergestellt werden. So erhalten die Masken eine vollkommen authentische Form und dekorative Texturen, die von der verlorenen und offenbarten Identität des Autors zeugen.


Sergej Mačar

Im Medium der Fotografie wird der Student Sergej Mačar den hybriden Raum vorstellen, dem junge Menschen ausgesetzt sind, die durch die heutigen politischen, konsumistischen, populistischen und traditionellen Rahmenbedingungen belastet sind. Die Fotoserie wird unter anderem die Aufmerksamkeit auf kulturelle und ideologische Elemente lenken, die oft widersprüchlich sind und damit nur einige der Probleme aufzeigen, mit denen sich dieser Autor beschäftigt.


Hana Hurem

Die psychologische Analyse des Porträts der Bildhauerschülerin Hana Hurem impliziert ein skulpturales Werk, das mit Pflanzen ergänzt wird, die in ihrem Charakter dem dargestellten Charakter entsprechen. Das ausgewählte Modell, expressiv bearbeitet und mit einer entsprechenden, aus dem Kopf wachsenden Pflanze ergänzt, zeugt tatsächlich von dem Prozess der Veränderung, der dokumentiert wird. Auf diese Weise werden verschiedene menschliche Charaktere und deren Veränderung im Laufe der Zeit bestimmt. Daher können wir uns fragen, wie Menschen heute charakterisiert werden können und wie die Frage des Transformationsprozesses behandelt wird.


Selma Zimić

Die Studentin Selma Zimić wird ihre Idee durch eine Videoarbeit mit einer symbolischen Darstellung von Sand in Bewegung vorstellen. Die Wahl des Sandes als Träger dieser Arbeit wird sehr stark von seiner komplexen Bedeutung bestimmt. Das assoziative Prinzip betont die Emotion des Betrachters und eröffnet ihm gleichzeitig die Möglichkeit, die Zukunft der Region zu „lesen“. Können wir auf ihr gehen und wie schnell können wir ihr entkommen?

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